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Lange hat es gedauert, bis ich dazu komme meine Eindrücke aus München zu schildern.

Die Menschen, die ich dort treffen durfte waren unglaublich. Schamanen aus der ganzen Welt. Auch ihr Umgang miteinander war unglaublich berührend. Sprachbarrieren? Ohja, aber oft war gar keine große verbale Verständigung nötig. Da waren Gesten, Blicke, Berührung. Und dadurch war da ein tiefes Verständnis füreinander und Mitgefühl. „Das vermisse ich oft im Alltag, in unserem Miteinander hier“, dachte ich mir.

Und dann kam plötzlich die große Frage auf. „Warum passiert es denn nicht, dieses Verständnis & dieses Mitgefühl?“ Die Antwort war klar: „Weil ich nicht damit anfange.“

Ich habe das Gefühl wir leben in einer Zeit wo es nicht mehr darum geht, dass andere Menschen Dinge für uns entscheiden oder tun. Es geht um Selbstermächtigung, Eigenverantwortung und Liebe. Vor allem jeder für sich selbst. Und durch diese Selbstliebe können dann die Wunden heilen. Sowohl meine eigenen als auch in letzter Konsequenz die Wunden, die wir Mutter Erde geschlagen haben.

Denn ein Mensch, der sich selbst liebt wird nicht die Erde zerstören, die ihm als Lebensgrundlage dient. Völlig bedingungslos übrigens.
Im Außen anzufangen wird nichts nützen. Anderen zu helfen, ihre Wunden zu „heilen“ (Heilung von außen ist für mich eine Illusion, letztlich heilt sich jeder selbst), das ist nur Ego. Wenn ich mich aber selbst liebe, mit allen Unzulänglichkeiten, allem Schmerz, allen Wunden und „Fehlern“, dann wird diese Liebe irgendwann überfließen. Und dann ist wahre Begegnung möglich.

Besonders berührt haben mich die Worte der Maori Grandmother Moetu Taiha, ich gebe sie übersetzt und in meinem Verständnis wieder:

„Wir wollen alle immer die Welt retten und heilen. Aber das ist nicht, was es gerade braucht. Ja, es ist viel Leid passiert auf diesem Boden (Deutschland). Aber fange klein an. Beginne bei dir. Liebe dich selbst, sorge für dich und kümmere dich gut um das kleine Stück Land, das du bewohnst. Und wenn das alle machen, dann wird auch die Erde heilen.“

Also, die tiefe Botschaft des Kongresses für mich: Heilung beginnt bei mir. Mit Liebe im Herzen und Mitgefühl für mich selbst.